„Sterne des Sports 2019“: So sehen Sieger aus

Bewegende Momente, wahrhaftige Verbundenheit und leidenschaftliches Engagement vergegenwärtigen die große Bedeutung von Sport in unserer Gesellschaft. Die Preisverleihung der „Sterne des Sports 2019“ in Hamburg hat das ehrenamtliche Engagement herausragender Vereine auf Landesebene gewürdigt. Das sind die Gewinner.

Keine Frage, die „Sterne des Sports“ sind Deutschlands wichtigster Wettbewerb für Breitensportvereine. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), die Hamburger Volksbank und der Hamburger Sportbund würdigen damit zum neunten Mal Vereine, die sich über das Breitensportprogramm hinaus in besonderem Maße gesellschaftlich einbringen.

Der Breitensport beweist sich als soziales Netzwerk

„Die Preisträger verdeutlichen mit ihren Gewinnerprojekten in diesem Jahr vor allem eins: Die Vereine übernehmen durch ihr kooperatives und integratives Handeln zunehmend eine gesellschaftspolitische Rolle“, sagte Dr. Reiner Brüggestrat, Vorstandssprecher der Hamburger Volksbank, bei der Preisverleihung am 11. September im „Haus des Sports“. „Der Breitensport beweist sich als soziales Netzwerk, das die Anforderungen, Bedürfnisse und Trends der Nachbarschaft aufspürt und mit allergrößtem Herzblut erfüllt. Längst agieren die Akteure über die Vereins- oder Genregrenzen hinaus und setzen zukunftsorientiert ihre Themen durch. Hier zeigt sich unermüdliches Engagement für den Einzelnen, die Gruppe und die gemeinsame Sache, das wir begeistert auszeichnen“, so Dr. Brüggestrat.

Ralph Lehnert, Vorstand des Hamburger Sportbunds, ergänzte: „Es zeigt sich immer wieder, dass Sport eine ganz bodenständige und pragmatische Vorgehensweise ist, um Herausforderungen anzugehen. Die Sportvereine setzen sich mit den Problemen auseinander und lösen sie.“

Die Laudationes auf die Gewinner hielten Torsten Jansen (Trainer des Handball Sport Vereins Hamburg), Pararuderin Sylvia Pille-Steppat und Nationaltrampolin-Turner Daniel Schmidt. Durch den Abend führte NDR-Sportreporter Michael Augustin.

Und der große Stern in Silber geht an …

Über den großen Stern in Silber – und ein Preisgeld von 4.000 Euro – darf sich in diesem Jahr die Parkour Creation e.V. freuen. Im Oberhafenquartier befindet sich die erste Trainingshalle für Parkour und Freerunning in Norddeutschland. Innerhalb kürzester Zeit etablierte der Verein einen starken DOSB-Stützpunkt für Integration und Sport. Die Geschicklichkeit der Sportler spiegelt sich auch in dem Wirken aller Beteiligten rund um die „Halle – Parkour Creation Center Oberhafen“ wieder – ein Ort der sportlichen Begegnung und ein Zuhause für die Hamburger Parkour-Szene.

Kleine Sterne für Parkour Creation und die Rudergesellschaft Hansa

Mit dem kleinen Stern in Silber und einem Preisgeld von 1.000 Euro wurde die SVE Eidelstedt Hamburg von 1880 e.V. ausgezeichnet. Mit über 30 Jahren Erfahrung im Inklusionssport leistet der Verein eine hervorragende Arbeit. Bei der Trampolingruppe unterscheiden sich die Trainingseinheiten von Behinderten kaum von denen im Breitensport. Dabei können Kinder anhand des psychomotorischen Trainingskonzepts die Bewegungs- und Körperwahrnehmung schärfen und über den Individualsport Trampolin ihre Wirkungsweisen innerhalb der Gemeinschaft ausbilden. Unabhängig von den Voraussetzungen einzelner Kinder stellt der SVE Eidelstedt ein vielseitiges Sportangebot und eine Gruppe mit starkem Gemeinschaftssinn auf die Beine.

Der zweite kleine Stern in Silber und ein Preisgeld von 2.000 Euro ging an die Rudergesellschaft Hansa e.V. Der Verein veranstaltet nicht nur die 10. Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“, er bietet darüber hinaus ein ganzjähriges Rudertraining für an Krebs erkrankte Menschen an. Dass Sport die subjektiven und objektiven Belastungen von Erkrankungen und Therapien reduziert, ist von Studien belegt. Die Rudergesellschaft Hansa unterstützt damit den individuellen und oft kräftezehrenden Kampf gegen Krebs.

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Die Preisträger haben sich damit auch für den bundesweiten Wettbewerb qualifiziert. Am 21. Januar 2020 geht es dann nach Berlin, wo Bundeskanzlerin Angela Merkel die Sterne des Sports in Gold überreichen wird.

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