Neue Ziele erreichen

DURCHMARSCH - Nach nur zwei Jahren in der dritten Liga hat der Handball Sport Verein Hamburg den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft. Nun will sich das Team im Profigeschäft behaupten. Dabei soll Rückraum-Ass Philipp Bauer helfen.
Geht auf Torjagd: Rückraumspieler Philipp Bauer verstärkt das Hamburger Team seit Januar 2018.

Spontane Party an der Volksbank Arena: Es ist spät am Abend, als fünf Dutzend Fans zusammen mit der Mannschaft vor der Trainings- und Geschäftsstelle des Handball Sport Vereins Hamburg den vorzeitigen Aufstieg in die 2. Handball-Bundesliga feiern. Kurz zuvor, auf der Rückreise vom Auswärtsspiel in Flensburg, erfuhr das Team von der Niederlage des Verfolgers Altenholz. So war den Hamburgern schon drei Tage vor Saisonende der erste Tabellenplatz sicher.

 

HAMBURG IST HANDBALLSTADT
„Aufstiege lassen sich nicht planen. Dass es so schnell geklappt hat, freut uns. Der Erfolg zeigt, dass wir wohl ganz gut gearbeitet haben“, sagt Vereinsvizepräsident Martin Schwalb. Mit Blick auf die neue Saison im Handball-Oberhaus drückt er auf die Euphoriebremse: „Unsere Aufgabe ist es nicht, uns Erfolgsszenarien auszumalen, sondern den Leistungshandball in Hamburg nach vorn zu bringen.“

Hat viel vor: Martin Schwalb möchte den Spitzenhandball wieder in Hamburg etablieren.

Mit dem Sprung ins Profigeschäft ist man diesem Ziel ein gutes Stück näher gekommen. „Die bundesweite Aufmerksamkeit ist größer geworden“, sagt Schwalb. Die dürfte noch zunehmen, wenn das junge Hamburger Team die Hallen der Republik unsicher macht. „Ich freue mich darauf, durch Deutschland zu touren“, sagt Philipp Bauer. Er ist neuer Patenspieler der Hamburger Volksbank, die den Verein seit acht Jahren begleitet. Der 21-Jährige wechselte im Januar 2018 von der SG Leutershausen an die Elbe. „Das professionelle Umfeld in Hamburg und das Konzept, vermehrt auf junge Spieler zu setzen, haben mich schnell überzeugt. Ich bin sicher, dass ich mich hier handballerisch weiterentwickeln kann“, sagt der ehemalige Junioren-Nationalspieler.

Gelegenheit, an neuer Wirkungsstätte ein wenig von seinen Erfahrungen weiterzugeben, hatte Bauer auch schon. Bei den jährlichen Kinder- Feriencamps im Frühjahr, die die Hamburger Volksbank unterstützt, standen die Tipps des Profis bei den Kleinen hoch im Kurs.

 

ERSTKLASSIGES PUBLIKUM 
Zu den Heimspielen kommen im Schnitt 3600 Zuschauer – das ist Erstliga-Niveau. Die vielen Fans aus der Hansestadt und dem Umland verwandeln die Sporthalle Hamburg dann jedes Mal in einen Hexenkessel.

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