Dr. Reiner Brüggestrat und Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz.
Dr. Reiner Brüggestrat und Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz.

Dr. Reiner Brüggestrat bei der Bundesbank: Mehr Unternehmertum wagen!

Beim Jahresempfang der Bundesbank-Hauptverwaltung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein sprach der Vorstandssprecher der Hamburger Volksbank über Banker als Unternehmer, das Erfolgsmodell Genossenschaft und nachhaltiges Wirtschaften.
Dr. Reiner Brüggestrat und Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz.
Dr. Reiner Brüggestrat und Bundesbank-Vorstandsmitglied Burkhard Balz.

Die Bundesbank-Hauptverwaltung in Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein hatte zum Jahresempfang geladen, und mehr als 400 hochrangige Gäste aus Politik Wirtschaft und Gesellschaft waren der Einladung auf das Panorama-Deck in der 23. Etage des Emporio Towers in der Hamburger Neustadt gefolgt. Nach Arno Bäcker, Präsident der Hauptverwaltung, und Bundesbankvorstand Burkhard Balz hatte Dr. Reiner Brüggestrat, Vorstandssprecher der Hamburger Volksbank, die Ehre, einige Worte an die Gäste zu richten.

Dabei plädierte Brüggestrat vor allem für mehr Unternehmertum in den Banken. „Ein regulatorischer, vereinheitlichender und zinspolitischer Schraubstock lässt das Individuelle, Unternehmerische im Bankwesen hinter der Bürokratie verschwinden“, konstatierte er und argumentierte, dass gerade angesichts der digitalen Transformation unternehmerische Eigenschaften in den Vordergrund rücken sollten, „um eine neue Gründerzeit zu ermöglichen, die digitale Innovationen ins Zentrum der Überlegungen stellt.“ Die Erkenntnis, dass Kooperationen von Unternehmen zugunsten von Innovationen mehr zum Gemeinwohl beitragen als Konkurrenzverhältnisse zwischen ihnen, werde sich schließlich durchsetzen.

Nachhaltig? Selbstverständlich!

„Kooperation ist nichts Anderes als Genossenschaft 4.0.“ Brüggestrat sieht das genossenschaftliche Prinzip als gesellschaftliches Zukunftsmodell par excellence: „Unternehmer der Zukunft beziehen andere ein. Sinnvollerweise nicht nur solche, die den gleichen Hintergrund wie sie selbst mitbringen, sondern Menschen, die sich von ihnen unterscheiden – in der Herkunft, im Alter oder in der Ausbildung.“

Und die viel diskutierte Nachhaltigkeit? Ist laut Brüggestrat eine Selbstverständlichkeit – er berief sich in seiner Rede auf BlackRock Chef Larry Fink, der erst kürzlich Klimarisiken als Investitionsrisiken klassifiziert und erklärt hatte, Nachhaltigkeit zu einem wesentlichen Bestandteil des unternehmerischen Handelns der Gesellschaft zu machen. „Nur wenn Kapitalströme entschlossen und mit wachsender Geschwindigkeit umgesteuert werden, können die epochalen technologischen und gesellschaftlichen Veränderungen bewältigt werden“, sagte Brüggestrat – und zeigte sich zuversichtlich, dass diese Herausforderung gemeinsam, „mit unternehmerischem Geist und Wagemut“, gelingen könne.

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