Digitalisierung? Nicht ohne Transformation!

50 Gäste, ein Thema: Wie digital ist das eigene Unternehmen? Am 18. Juni fand das Business-Frühstück der Hamburger Volksbank statt. Im Fokus: die Welt von morgen.
Alexander Britz, Head of Digital Business Transformation & Artificial Intelligence, Microsoft Deutschland, (links) mit Dr. Thomas Brakensiek, Vorstand der Hamburger Volksbank, beim Business Breakfast zum Thema Digitalisierung.

„Jede Firma ist eine Software-Firma“: Diesen Satz hat Satya Nadella geprägt. Und das schon vor rund zwei Jahren. Damals erntete der Microsoft-Chef dafür noch ungläubige Blicke. Denn was sollte etwa ein Werkzeugbauer aus der deutschen Provinz schon mit Software zu tun haben? Die Antwort, die Nadella damals bereits kannte, ist heute offenkundig: alles. Denn ohne Software keine Daten und ohne Daten kein erfolgreiches Geschäft. Dieser Zusammenhang erschließt sich Unternehmern häufig aber erst dann, wenn das Thema Digitalisierung nicht nur an der Oberfläche angekratzt wird.

Zu diesem Thema fand im Working-Space in der Zentrale der Hamburger Volksbank das Business-Frühstück „Wie digital ist Ihr Unternehmen?“ statt – in Kooperation mit dem Wirtschaftsverband Junger Unternehmer der Familienunternehmer sowie der DUB UNTERNEHMER-Akademie. Zu Gast waren rund 50 Geschäftskunden, Manager und Führungskräfte, die diskutieren und eine Standortbestimmung vornehmen wollten. Spannende Einblicke in die Welt von morgen gab Alexander Britz, Head of Digital Business Transformation & Artificial Intelligence, von Microsoft Deutschland.

Besser heute als morgen

„Der Harvard Business Review zeigte schon 2017: Von den 500 größten Unternehmen aus dem Jahr 2000 gab es bereits 17 Jahre später 52 Prozent nicht mehr“, so Britz. „Sie sind bankrott, wurden übernommen oder vom Markt verdrängt. Alles durch die digitale Transformation.“

Was viele missverstehen: Digitalisierung ist nicht gleich digitale Transformation. Digitalisierung heißt erst einmal nur, analoges in die digitale Welt zu überführen. Aber mit dem papierlosen Büro ist es noch lange nicht getan. Denn die digitale Transformation sei kein Prozess, der irgendwann einmal ein Ende findet. Im Gegenteil: Unternehmen müssen sich, so Britz, kontinuierlich damit befassen, wie sie …

  • Kunden mit den neuen Möglichkeiten besser einbinden
  • Produkte und Angebote stetig verändern und anpassen
  • Prozesse optimieren und Daten in allen Bereichen auswerten
  • Mitarbeiter in die Lage versetzen, in der digitalen Welt zu arbeiten

Laut Britz gehen Unternehmen, die sich mit dem Thema noch nicht befasst haben, ein großes Risiko ein. Denn: „Die Technologie ist längst da – die Entwicklung wird immer schneller. Und der Beschleuniger heißt Künstliche Intelligenz.“

Begreifen, prüfen, angehen

Es zählt auch die Handlungsgeschwindigkeit. „In der digitalen Welt gilt ‚the winner takes it all’ – Geschwindigkeit ist von essentieller Bedeutung“, so der Experte. Und doch gehe es beim Wandel nicht nur um Technologie. Der wahrscheinlich wichtigste Treiber der Transformation ist die Unternehmenskultur. Denn nur derjenige, der sich infrage stellt, begreift auch, dass er etwas ändern muss. Traditionen, bisherige Konzepte und vermeintliche Erfolgsgaranten – dass alles müsse hinterfragt werden, um auch in der digitalen Welt erfolgreich zu sein.

Ein Tool, um den digitalen Status quo zu checken und Handlungsempfehlungen zu geben, ist der SMART COMPANY-Check. Dieser Online-Schnell-Check wurde vom DUB UNTERNEHMER-Magazin, der Beratung KPMG sowie den Hochschulen Paderborn und Regensburg entwickelt, um die Zukunftsfähigkeit des eigenen Unternehmens zu überprüfen – und wurde ebenfalls beim Business-Frühstück vorgestellt. Neben tiefen Einblicken in die Welt von morgen und konkreten Tools rundete Networking den Morgen zum Thema „Wie digital ist Ihr Unternehmen“ ab. Hier geht’s zum Check: https://www.dub.de/koop/kpmg/schnellcheck-hamburger-volksbank/

 

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